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Wie funktioniert die Standortbestimmung?

Es ist so selbstverständlich geworden: Geräte zeigen uns auf wenige Meter genau den aktuellen Standort, Höhenmeter, Geschwindigkeit und vieles mehr an. Doch wie funktioniert das eigentlich?

Satellitengestützt via GPS

GPS ist die wohl bekannteste Möglichkeit der Standortbestimmung. Das Global Positioning System, eine einst von den USA zu Militärzwecken entwickelte Technik, ist auf wenige Meter genau. Verantwortlich dafür ist kein Zauber, sondern die Kreuzpeilung.

Die Kreuzpeilung ist ein eigentlich recht einfaches Prinzip: die 31 GPS-Satelliten umkreisen die Erde in ca. 20.000 km Höhe. Zur Standortbestimmung werden mindestens drei Satelliten benötigt. Zwischen jedem dieser drei Satelliten und unserem Gerät auf der Erde wird sozusagen ein imaginäres Seil gespannt. Dort wo sich alle drei Seile treffen, ist das Gerät.

 

Standortbestimmung ohne GPS

Ja, man kann den Standort auch ohne GPS bestimmen. Auch hier kommt die Kreuzpeilung zum Einsatz. Nur werden in diesem Falle keine Satelliten, sondern Telefonzellen verwendet. Mit Telefonzellen sind übrigens nicht die öffentlichen Telefone, sondern die Sendebereiche von Telefonantennen gemeint.

Sind mindestens zwei solcher Zellen vorhanden, so lässt sich der Standort auf wenige Meter genau bestimmen.

 

Standortbestimmung via WLan

Auch mittels WLan lassen sich Geräte orten. Als vor einigen Jahren das erste Mal die StreetView-Autos durch die deutschen Straßen gefahren sind, wurden nicht nur Fotos gemacht. Google hat zusätzlich auch alle aktiven WLan-Netzwerke erfasst.

Durch Abfrage lässt sich nun der Aufenthaltsort eines Gerätes ganz ohne GPS bestimmen. Doch die WLan-Bestimmung ist nicht wirklich genau: Der gesamte Sendebereich des WLan-Netzwerkes kommt hier in Frage.

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