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Warum essen wir so gerne Süßes?

Wir alle essen gerne süß. Fruchtgummi, Kaugummi, Getränke, Joghurts: Überall steckt Zucker drin. Aber warum essen Menschen eigentlich so gern süß, wenn das doch gar nicht gesund ist?

Egal ob Schokolade, Gummibärchen oder Eis: Hauptsache süß. Aber warum stehen wir so auf süße Sachen?

 

Drei Faktoren

Es gibt fünf Geschmäcker: Süß, Salzig, Sauer, Bitter und Umami. Süß essen wir dabei mit Abstand am liebsten. Aber warum ist das so? Nun, es gibt drei maßgebende Faktoren.

Der erste Faktor zeigt auf, dass wir von Kindesbeinen an Süßes gewöhnt werden. Ob Muttermilch, Babynahrung oder Fruchtwasser: Wir essen viel süßes. Dadurch messen wir dem süßen Geschmack besonders viel Beachtung bei.

Der zweite Faktor hat etwas mit unseren Vorfahren zu tun: Der süße Geschmack steht für etwas nahrhaftes und damit für wertvolle Nahrung. Klar: Beeren sind nahrhafter als Holz. Dadurch hat uns die Suche nach Süßem das Überleben gesichert. Heute ist es zwar nicht mehr notwendig, unsere Vorliebe aber ist geblieben.

Der dritte Faktor knüpft an den ersten an: Die Kindheit ist eine einfache und (zumindest für die Meisten) schöne Zeit, an die man sich gerne erinnert. Durch Süßigkeiten kommen diese Erinnerungen hoch und wir fühlen uns wohl. Dies ist auch der Grund, weswegen wir besonders oft dann zu Süßem greifen, wenn es uns schlecht geht.

Mit dem Zusammenspiel dieser drei Faktoren ist unsere Vorliebe für Süßes zu begründen. Außerdem darf man nicht vergessen, dass Zucker süchtig machen kann. Es aktiviert das Belohnungssystem in unserem Gehirn, wir fühlen uns gut.

Doch nach einiger Zeit lässt dieses Gefühl wieder nach- und wir brauchen mehr Süßes.

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