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Alles über Säuren

Säuren sind nicht nur, wie häufig gedacht, in der Chemie zu finden: auch in unserem Alltag finden sich zahlreiche Säuren. Aber was sind Säuren eigentlich?

 

Was sind Säuren?

Als Säure bezeichnet man in der Chemie alle Stoffe, die Protonen an ihre Reaktionspartner übergeben können. Basen, also Lösungen, die Hydroxid-Ionen bilden können, sind in der Lage, die Säuren neutralisieren können.

Die älteste uns bekannte Säure ist Essig, also das Würz- und Konservierungsmittel das noch heute in unseren Küchen verwendet wird. In der Alchemie wurden Säuren als Urstoff bezeichnet- es sollte nur eine einzige Ursäure geben, von der alle anderen Säuren ihren Geschmack erhielten.

Heute weiß man, dass das nicht stimmt. Vielmehr kann auch nicht jede Säure getrunken/gegessen werden- beziehungsweise es empfiehlt sich nicht, wenn man nicht auf Notaufnahme steht.

Übrigens müssen Säuren nicht zwingend flüssig sein: es gibt auch feste Säuren.

 

Was sind die stärksten Säuren?

Die stärksten Säuren bezeichnet man als „Supersäuren“ (Kein Witz). Supersäuren werden als Säure definiert, die stärker als 100%ige Schwefelsäure sind.

Grundsätzlich gilt: Je stärker eine Säure Protonen an ihre Reaktionspartner abgeben kann und je kleiner der PKs-Wert ist, desto stärker ist sie.

Stark ist jedoch immer relativ und abhängig von dem Material, das geätzt werden soll, wie die folgenden Beispiele zeigen werden.

Der Klassiker der starken Säuren ist die Salzsäure. Sie kann sogar Metalle(zumindest unedle) mühelos zerfressen. Bei edlen Metallen hingegen ist die Salzsäure Machtlos. Wo die Salzsäure versagt, fängt unser nächster Kandidat jedoch gerade erst an: Eisen(III)-chlorid zerfrisst ausnahmslos jedes Metall. Das interessante: 40%ige Eisen(III)-chlorid kann man sogar frei im Internet bestellen.

Cyanwasserstoff (besser bekannt als Blausäure) ist für Menschen hochgiftig.

 

Einsatzgebiete von Säuren

Bleibt die Frage, wofür man Säuren denn nun einsetzt. Das ist ganz unterschiedlich: In der Industrie beispielsweise wird Säure häufig verwendet um Materialien punktgenau wegzuätzen. Bei filigranen Teilchen ist Säure genauer als jede andere Technik.

In unseren Küchen hingegen werden Säuren allen voran als Würzmittel verwendet. Doch auch aus Reinigungsmitteln sind Säuren nicht mehr wegzudenken: oft sind die Hauptbestandteil dieser. Essigsäure lässt sich im übrigen ideal als Kalkentferner verwenden.

Zu guter letzt kann man mit Säuren aber auch Aromen herstellen- ja, Aromen. Verestert man Säure und Alkohol kann man verschiedenste Aromen wie zum Beispiel Erdbeere, Ananas oder auch Kokosnuss herstellen.

Säuren sind also vielseitiger Bestandteil unseres alltäglichen Lebens.

Den folgenden, neuen Gefahrensymbolen sollte man bei der Verwendung von Säuren besondere Beachtung schenken:

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Gefahr; Bei so gekennzeichneten Chemikalien ist bei unsachmäßigem Gebrauch mit Gesundheitsschädigungen zu rechnen.

 

 

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Gefahr; Bei so gekennzeichneten Substanzen handelt es sich um hoch toxische Chemikalien.

 

 

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Ätzend; So gekennzeichnete Chemikalien wirken stark ätzend. Von gefährdeten Materialien fernhalten und direkten Kontakt vermeiden.

 

 

Weiterführende Informationen
Du möchtest dich weiter über dieses Thema informieren? Diese Quellen wurden unter anderem für diesen Artikel genutzt und sind einen Blick wert: Wikiepdia.

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