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Alles über Lakritze

Das schwarze Gold der Naschkatzen, Lakritz, ist eine wahrlich beeindruckende Süßigkeit. Trotzdem sind Lakritze mit Vorsicht zu genießen.

 

Was ist Lakritz?

Zunächst einmal: das billige Zeug aus dem Supermarkt hat oft nur noch wenig mit dem richtigen Lakritz zu tun. Hauptbestandteil echter Lakritze ist der Saft der Süßholzwurzel. Im Lakritz steckt zudem Glycyrrhizin, ein natürlicher Süßstoff der Süßholzpflanze. Dieser ist ca. 50 mal süßer als Zucker.

Das Lakritz, das wir kennen, enthält zusätzlich noch weitere Zutaten wie Zucker, Mehl oder Stärke. Zur Unterstützung des Geschmacks werden noch weitere Gewürze wie Anis oder Zimt dazu gegeben. Je nachdem, in welchem Verhältnis die Zutaten gemischt werden kann Geschmack und Intensität variiert werden.

Zudem enthalten Lakritze auch das Mineral Ammoniumchlorid (Salmiak), welches nicht ganz unbedenklich ist. So führen höhere Mengen von Salmiak zu einer Störung des Säure-Basen-Haushalts sowie einer Schädigung von Leber und Nieren. Ammoniumchlorid besitzt gar die EU-Gefahrenstoffkennzeichnung „Gesundheitsschädlich“. Dies ist auch der Grund, weswegen Lakritze mit einem Salmiakgehalt von mehr als 2% den Warnhinweis „Erwachsenenlakritz – kein Kinderlakritz“ tragen müssen. Ab 4,49% ist die Kennzeichnung „Extra stark, Erwachsenenlakritz – kein Kinderlakritz“ Pflicht.

Man unterscheidet Lakritz zumeist zwischen Süß und salzig. Besonders beliebt sind Lakritze vor allem in den Küstenregionen Skandinaviens und der Niederlande: hier werden vor allem stärkere Salzlakritz gerne genossen. Selbst in Eis oder als Tee findet man dort Lakritz. Den höchsten pro-Kopf-Konsum an Lakritz haben übrigens die Niederländer mit stolzen 2 KG pro Jahr.

Fun Fact am Rande: die Lakritzmünzen von Haribo wurden bis 1993 noch als Negertaler verkauft. Das die einen oder anderen das nicht so ganz lustig fanden, ist wohl verständlich.

 

Wirkungen von Lakritz

Die Wirkung von Lakritz auf unseren Körper wird oft unterschätzt. So wirkt Lakritz beispielsweise Hustenlösend, Appetit- und entzündungshemmend und krampflösend. Die Wirkung der Süßholzpflanze war übrigens bereits in der Antike bekannt.

Doch genauso positiv Lakritze wirken können, so negativ kann ihre Wirkung sein. Das Bundesinstitut für Risikobewertung warnt vor übermäßigem Lakritzkonsum, da Lakritze zum Beispiel den Blutdruck ansteigen lassen und zu Kopfschmerzen führen können. Auch das Stresshormon Kortisol kann durch einen übermäßigen Konsum von Lakritzen vermehrt ausgeschüttet werden.

Essen Frauen in der Schwangerschaft viel Lakritz, so bringen diese ihre Kinder früher zur Welt. Dies liegt daran, dass Lakritze das Wehenhormon Progesteron beeinflussen. Bei Männern beeinflussen Lakritze den Testosteronspiegel; die Lust auf Sex schwindet und es kann gar zu Errektionsstörungen führen. Demnach sollte man nicht allzu viel vom schwarzen Naschkatzen-Gold zu sich nehmen.

Weiterführende Informationen
Du möchtest dich weiter über dieses Thema informieren? Diese Quellen wurden unter anderem für diesen Artikel genutzt und sind einen Blick wert: Gesundheit, Wikipedia, Zeit Online.

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